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You are here: Uniklinik → Herzzentrum Willkommen Förderverein e.V. Projekte Das Kölner Infarkt Modell

Das Kölner Infarkt Modell

Schnelligkeit rettet Leben

Bitte reagieren Sie bei Verdacht auf Herzinfarkt sofort:
Die unverzügliche Wahl der Notrufnummer 112 rettet Leben.

Das Kölner Infarkt Modell lebt auch vom sicheren Vertrauen der Kölner, dass sie sich mit der Angst vor dem Herztod niemals und unter keinen Umständen lächerlich machen.

Alle 16 Kölner Kliniken sind im Notfall rund um die Uhr für Sie da:

  • Eduardus Krankenhaus
  • Evang. Krankenhaus Weyertal
  • Heilig Geist-Krankenhaus
  • Herzzentrum am Evang. Krankenhaus Kalk
  • Herzzentrum der Universität zu Köln
  • Krankenhaus der Augustinerinnen
  • Krankenhaus Porz
  • Malteser Krankenhaus St. Hildegardis
  • St. Agatha Krankenhaus
  • St. Antonius Krankenhaus
  • St. Elisabeth-Krankenhaus
  • St. Franziskus-Krankenhaus
  • St. Marien-Hospital
  • St. Vinzenz-Hospital
  • Städt. Krankenhaus Holweide
  • Städt. Krankenhaus Merheim

KIM ist der bundesweit bislang einzigartige Versuch des Rettungsdienstes der Stadt Köln und aller 16 Kölner Kliniken, in einer Großstadt mit komplexer Versorgungsstruktur Sektoren-übergreifende Standards zu etablieren und damit die interventionellen Leitlinienempfehlungen im Alltag konsequent umzusetzen.

Lautet die Diagnose „Verdacht auf Herzinfarkt“, dann läuft die Uhr: eine rasche medizinische Versorgung entscheidet über Tod oder Leben sowie darüber, wie stark die Spuren sind, die ein Herzinfarkt hinterlässt.

Die aktuellen Leitlinien der Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC = European Society of Cardiology) sowie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) empfehlen hinsichtlich der Behandlung eines akuten Herzinfarktes die frühzeitige Katheterintervention als therapeutisches „Mittel der ersten Wahl“. Eine Lysetherapie ist nur dann indiziert, wenn eine Katheterintervention aus regionalen oder logistischen Gründen nicht innerhalb von 90 Minuten erfolgen kann. “…Der maximale Zeitverlust im Vergleich zum Beginn der Fibrinolyse („netto-Zeitverlust“) darf 90 min nicht überschreiten (I-C). Das Interventionszentrum muss direkt unter Umgehung des nächstgelegenen Krankenhauses angefahren werden, und die Katheterbereitschaft sollte durch den primärversorgenden Notarzt vorab aktiviert werden…“ (Aktuelle Leitlinie der DGK).

Diese Richtlinien basieren auf Studien, die aufzeigen konnten, dass der Zeitfaktor eine bedeutende Rolle spielt, wenn die Herzmuskulatur aufgrund eines Gefäßverschlusses nur vermindert bzw. gar nicht durchblutet wird: Wird das betroffene Gefäß innerhalb von 90 Minuten mittels Dilatationsballon aufgedehnt, so kann die Sterblichkeit am Herzinfarkt halbiert werden. Zudem bleibt wesentlich mehr an funktionstüchtigem Muskelgewebe erhalten und der Patient kann dadurch später länger und besser leben.

Seit Ende 2005 fahren die Kölner Notärzte unter Leitung von Professor Dr. Dr. Alex Lechleuthner alle Patienten mit gesichertem akutem Herzinfarkt sofort in eine der fünf kardiologischen Interventionszentren, in denen das verschlossene Herzkranzgefäß umgehend mittels Katheter wiedereröffnet werden kann. Diese sind neben dem Herzzentrum der Universität zu Köln das St. Vinzenz-Hospital im Linksrheinischen sowie das Krankenhaus Merheim, das Evangelische Krankenhaus Kalk und das Krankenhaus Porz im Rechtsrheinischen.

Alle fünf Kliniken verfügen über eine 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft mit einem sofort einsatzfähigen Team an 365 Tagen im Jahr.

Zwei bis 3 Tage später kann der Patient dann in der Regel in das zuständige Krankenhaus in der Nähe seines Wohnortes zur Nachbetreuung verlegt werden. Patienten ohne typische Auffälligkeiten in der Herzstromkurve (EKG), bei denen mit mehr als 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit kein Herzinfarkt vorliegt, werden wie bisher vom Notarzt zur Intensivbetreuung zunächst in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht.

Sowohl nach deutschen als auch nach internationalen Untersuchungen kann durch dieses standardisierte Vorgehen die Zahl der Todesfälle durch Herzinfarkt halbiert werden.

Hierfür ist jedoch Voraussetzung, dass Patienten mit plötzlich auftretenden Herzschmerzen schnell reagieren:

Je früher ein Herzinfarktpatient den Rettungsdienst über die Telefonnummer 112 alarmiert, umso weniger Herzmuskelgewebe stirbt ab, umso geringer ist der spätere Infarktschaden und desto besser die Lebensqualität.

Bei der jetzt gesicherten organisatorischen Möglichkeit der schnellst möglichen Herzinfarktbehandlung hat es jeder Patient selbst in der Hand, die Auswirkungen des Herzinfarktes zu begrenzen, seine Überlebenschancen zu verbessern und sein zukünftiges Leben zu erleichtern.

Die KIM-begleitende Qualitätssicherung und wissenschaftliche Auswertung erfolgt durch das Zentrum für Versorgungsforschung der Universität zu Köln (ZVFK). Weitere Informationen zum Kölner Infarktmodell bietet die entsprechende Webseite www.koelner-infarktmodell.de

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