AG Klinische Kardiologie und Intensivmedizin
Klinische Kardiologie und Intensivmedizin
Arbeitsgruppe Priv.-Doz. Dr. H. Reuter
Prognosefaktoren und Versorgungsstandard von Patienten mit akutem ST-Strecken-Hebungsinfarkt
Arbeitsgruppe: PD Dr. H. Reuter, Dr. C. Seck, PD Dr. R. Pfister, S. Scholz, C. Wegmann, Prof. Dr. H.W. Höpp
Die frühe katheterinterventionelle Behandlung von Patienten mit akutem ST-Strecken-Hebungsinfarkt senkt eindeutig deren Morbidität und Mortalität. Entsprechend werden Patienten mit typischen Symptomen und ST-Strecken-Hebungen im EKG leitliniengerecht mit dualer Thrombozytenaggregationshemmung, Vollantikoagulation und ggf. GPIIb/IIIa-Rezeptorantagonisten behandelt und über den Notarzt unmittelbar ins Herzkatheterlabor zur invasiven Therapie übernommen. Im Rahmen des Kölner Infarktmodells wurde seit 2006 eine der größten Datenbanken außerhalb klinischer Studien mit über 3000 Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt erhoben. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, anhand dieses Kollektivs Risikogruppen zu identifizieren, die eine erhöhte Komplikationsrate (Sterblichkeit, Stentthrombosen, Blutungen, u.a.) aufweisen. Zudem werden erstmalig Prognose und Compliance dieses Patientenkollektivs unter alltäglichen Bedingungen über mehrere Jahre verfolgt. Unter epidemiologischen Gesichtspunkten werden somit Implementierungs- und Umsetzungsstrategien von Leitlinien sowie medizinische Effekte einer strukturierten Versorgung überprüft.
Neue Therapieverfahren zur Frequenz- und Rhythmuskontrolle bei Patienten mit Herzinsuffizienz
Arbeitsgruppe: PD Dr. H. Reuter, K. Seuthe, L. Kimmig, Dr. S. Grönke
Aktuelle Untersuchungen konnten die Bedeutung einer erhöhten Herzfrequenz (≥70/min) als Risikofaktor bei Herzinsuffizienz aufzeigen. Die Arbeitsgruppe untersucht daher verschiedene Verfahren zur Herzfrequenzreduktion und ihren Einfluss auf die kardiale Funktion und klinische Endpunkte bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Dabei werden bei Patienten mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern neben der Frequenzkontrolle auch neue medikamentöse und interventionelle Verfahren zur Rhythmuskontrolle evaluiert.
Therapeutische Hypothermie: prognostische Bedeutung und deren physiologische Grundlagen
Arbeitsgruppe: PD Dr. H. Reuter, C. Adler, Dr. C. Seck, PD Dr. R. Pfister
Bei Patienten mit überlebtem plötzlichem Herztod infolge eines Kammerflimmerns führt die milde therapeutische Hypothermie zu einer signifikanten Verbesserung der Prognose. Neben einer geringeren Anzahl von Patienten mit schwerer neurologischer Behinderung konnten zwei große multizentrische Studien im Jahre 2002 unter Hypothermiebehandlung auch eine geringere Sterblichkeit nachweisen. Theoretische Ansätze zur Erklärung dieses Überlebensvorteils unter milder Hypothermie umfassen die Reduktion der Herzfrequenz, einen verminderten Katecholaminbedarf, sowie die Inhibition von Entzündungsreaktionen und der Produktion freier Sauerstoffradikale. Die Arbeitsgruppe untersucht daher den Einfluss der Hypothermiebehandlung auf die Mortalität als auch ihre Wirkung auf den systemischen Kreislauf und den zellulären Stoffwechsel mit dem Ziel, Mechanismen zu identifizieren, über die eine milde Hypothermie Einfluss auf die Sterblichkeit hat. Gleichzeitig wird die Wertigkeit etablierter Prognosefaktoren nach erfolgreicher Reanimation bei Patienten unter Hypothermiebehandlung überprüft.
Klinische Studien und Register:
ALECARDIO (BC22140): Kardiovaskuläre Ereignisstudie zur Evaluierung des Potenzials von Aleglitazar zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos bei Patienten mit einem kürzlich aufgetretenen akuten Koronarsyndroms und Typ II Diabetes.
START-CABG: Statin recapture therapy before coronary artery bypass grafting.
DUT MD 308: A Phase III, multicenter, randomized, double-blind, Placebo-controlled, safety study to evaluate cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes treated with dutogliptin.
SPECTRUM: a prospective observational study to characterize normal conditions of use, dosing and safety following administration of vernakalant.


