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You are here: Uniklinik → Herzzentrum Kardiologie Klinikbereiche Kardiale Bildgebung Computertomographie

Computertomographie

Priv.-Doz. Dr. med. Guido Michels (Oberarzt)
Telefon: +49 221 478-32401
Telefax: +49 221 478-32400
E-Mail: guido.michels@uk-koeln.de
Stellvertretung: Priv.-Doz. Dr. med. Hannes Reuter

Dr. Henning Bovenschulte (Institut für Radiologische Diagnostik)
E-Mail: henning.bovenschulte@uk-koeln.de

Terminvereinbarung:
Telefon: +49 221 478-32328
Telefax: +49 221 478-32295

Dem Herzzentrum der Uniklinik Köln steht ein speziell für die Herz- und Gefäßbildgebung geeigneter Computertomograph (SOMATOM Definition Flash) der Firma Siemens zur Verfügung. Das Gerät wird unter dem Dach des Radiologie-Zentrum-Köln (RZK) gemeinsam von Kardiologen und Radiologen betrieben. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Dual-Source-CT der neuesten Generation, welches sich durch eine besonders niedrige Strahlenexposition bei gleichzeitig verbesserter Bildqualität auszeichnet. Durch die simultane Verwendung von zwei statt wie üblich nur einer einzelnen um den Patienten rotierenden Röntgen-Detektor-Einheit erlaubt das Gerät eine extrem schnelle CT-Koronarangiographie. In nur 250 ms, also rund einem Viertel der Zeit eines einzelnen Herzschlages, kann das Gerät mit seinen 2x128 Schichten das gesamte Herz scannen und die Koronararterien in hervorragender Qualität abbilden. Aufgrund der extrem kurzen Untersuchungszeit reduziert sich die notwendige Strahlenexposition oft um ein Vielfaches. Bei normalgewichtigen Patienten mit regelmäßigem und langsamem Herzschlag liegt die Strahlenexposition im Mittel unter einem mSv (jährliche natürliche Strahlenbelastung 2-3 mSv) und somit 10-20 mal weniger als bei herkömmlichen helikalen CT-Koronarangiographien an etablierten 64-Zeilen-CTs.  Neben der reinen Koronarangiographie bietet das Gerät auch die Möglichkeit, linksventrikuläre Funktionsuntersuchungen oder auch quantitative Bestimmungen der koronararteriellen Kalklast durchzuführen. Auch koronararterielle Flussmessungen zur näheren Bestimmung der hämodynamischen Relevanz von Stenosen sind möglich. Der gesamte Thorax einschließlich der Darstellung der Gefäße lässt sich mit dem CT zudem in weniger als einer Sekunde untersuchen, dadurch entfällt für die teils schwer kranken Patienten die Notwendigkeit, über mehrere Sekunden die Luft anzuhalten. Durch die Verwendung der gleichzeitig implementierten sog. „Dual-Energy-Technik“ eignet sich das Gerät zudem insbesondere zur Darstellung der arteriellen Strombahn, wie der extra- und intrakraniellen Gefäße sowie der Aorta und der Becken-Bein-Gefäße. Durch die Dual-Energy-Technik können z.B. in der Beurteilung womöglich störende Kalkplaques einfach und sicher durch besondere Auswerteverfahren entfernt und somit z.B. die Stenosegradbeurteilung verbessert werden.

Selbstverständnis:

Zu unserem Selbstverständnis gehört dabei, dass eine CT-Koronarangiographie in ein sinnvolles diagnostisches und therapeutisches Gesamtkonzept eingebunden wird. Wir wenden den für den Patienten entscheidenden Fragen („Was bedeutet der Befund für mich?“ und „Welche Konsequenz hat dieser Befund?“) besondere Aufmerksamkeit zu. Direkt nach der Untersuchung werden Ihnen von einem Kardiologen und einem Radiologen gemeinsam der Befund und seine Konsequenzen ausführlich erläutert.

Limitationen:

Das Vorliegen von erheblichen Kalkablagerungen in den Koronarien beeinträchtigt die diagnostische Genauigkeit der Untersuchungsmethode, dies kann zu falsch negativen und häufiger zu falsch positiven Befunden führen. Ebenfalls ist die Einschätzung des Koronarlumens im Bereich implantierter Stents deutlich erschwert. Bei Patienten mit sehr schneller Ruheherzfrequenz und Kontraindikationen gegen Betablocker oder besonders bei Tachyarrhythmien kann es zu einer deutlichen Einschränkung der Bildqualität kommen. Allerdings ist die Geräteklasse der Dual-Source-CTs aufgrund ihrer guten zeitlichen Auflösung geeignet, auch bei sehr hohen stabilen Herzfrequenzen eine gute Bildqualität zu erreichen. Genau wie bei einer klassischen Herzkatheteruntersuchung muss jodhaltiges Kontrastmittel (60-90 ml) injiziert werden. Patienten mit Niereninsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion oder Kontrastmittelallergie sollten also nicht oder nur nach besonderen Vorbereitungen mittels CT-Angiographie untersucht werden. Bei ambulanten Untersuchungen ist diesbezüglich eine im Vorfeld durchgeführte Blutuntersuchung (Kreatinin, TSH) erforderlich.

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