AG Wittwer - Experimentelles Projekt 1
Stellenwert einer endobronchialen Vorbehandlung des herztoten Organspenders (NHBD, „Non-Heart-Beating Donor“) mit dem Surfactantpräparat Curosurf sowie mit mesenschymalen Stammzellen in der experimentellen Lungentransplantation an einem Großtiermodell
Principal Investigator
Prof. Dr. Thorsten Wittwer, Dr. Yeong-Hoon Choi, Prof. Dr. Thorsten Wahlers
Projektleiter
O. Liakopoulos, K. Neef, P. Rahmanian, N. Madershahian, E. Stöger
Kurzzusammenfassung
Die Lungentransplantation hat sich zu einem international etablierten klinischen Verfahren zur Behandlung terminal lungenerkrankter Patienten entwickelt und wird weiterhin durch den Mangel an Spenderorganen limitiert. Nachdem bereits in der Transplantation von anderen Organsystemen wie der Niere durch die Verwendung von sog. „Non-Heart-Beating-Donors“ (NHBD) die Organverfügbarkeit um bis zu 20% gesteigert werden konnte, wurde in den letzten Jahren dieser Ansatz auch für die Lungentransplantation zunehmend interessant. In diesem Zusammenhang stellt der Ischämie/Reperfusions (I/R)-Schaden der Lunge jedoch die pathophysiologisch entscheidende Problematik bei NHBD-Lungentransplantationen dar, da es hierbei zu einer entscheidenden Schädigung des endogenen Surfactantsystems kommt. Die Vorbehandlung der NHBD-Spenderlunge mit neu entwickelten exogenen Surfactantpräparaten mit optimierter Inaktivierungsresistenz stellt somit einen innovativen Ansatz zur Verbesserung der Surfactantkonservierung und damit zur Vermeidung eines I/R-Schadens dar und soll international erstmalig im etablierten in-vivo-Lungentransplantations-Großtiermodell evaluiert werden. Desweiteren soll der Einfluß einer Spendervorbehandlung mit mesenchymalen Stammzellen auf die Ausprägung des I/R-Schadens sowie die Alteration von Typ-I- und Typ-II-Pneumozyten sowie die intrazellular aktiven Surfactantformen untersucht werden.


