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You are here: Uniklinik → Herzzentrum Gefäßchirurgie Patienten Therapien Ballondilatation und Stentimplantation

Ballondilatation und Stentimplantation

für verengte und verschlossene Schlagadern

Ballondilatation und Stentimplantation von verengten oder verschlossenen Schlagadern ist ein minimal-invasives, interventionelles Verfahren, das angewendet wird an den Schlagadern der Nieren, des Darmes und den Becken- und Beinschlagadern. Dieses Verfahren ermöglicht es oft, den Blutfluss wiederherzustellen oder zu verbessern.

Zur Beseitigung der Gefäßverengungen und -verschlüssen wird ein Kathetersystem über die Leistenschlagader eingeführt. Dies geschieht in örtlicher Betäubung und ist weitestgehend schmerzfrei. Das Kathetersystem wird dann unter Röntgenkontrolle bis an den Ort der Verengung vorgeführt. Die Verengung oder der Verschluss werden vorsichtig sondiert und mit einem Ballon aufgedehnt (dilatiert). Manchmal kann zusätzlich die Auflösung von Blutgerinnseln mit einem Medikament erforderlich sein, das über einen millimeterdünnen Katheter in das Gerinnsel injiziert wird (Lyse). Meist wird zusätzlich eine innere Gefäßstütze aus Metallmaschen (Stent) eingesetzt. Auch dies geschieht über das eingeführte Kathetersystem. Ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen, wird der Katheter aus der Leistenarterie entfernt. Um eine Blutung aus dem kleinen Loch in der Leistenschlagader zu verhindern, wird die Leiste zunächst durch den Arzt abgedrückt (20-45 Minuten, je nach Größe des Katheters), anschließend wird ein Druckverband angelegt. Mit diesem muss der Patient je nach Größe des Katheters sechs bis zwölf Stunden strenge Bettruhe einhalten.
Die Ergebnisse der Gefäßbehandlungen sind abhängig von der erkrankten Gefäßregion, andererseits vom Ausmaß des Gefäßbefalls durch die Arteriosklerose. So wird zwar häufig eine vollständige Beseitigung der Beschwerden erreicht, manchmal kommt es jedoch lediglich zu einer Verbesserung der Beschwerden.

Bei der Therapie von Beckenarterieneinengungen wird ein unmittelbarer Erfolg bei über 95 Prozent der Patienten erreicht, wobei über 90 Prozent der Patienten in den ersten fünf Jahren keine erneute Behandlung benötigen. Bei kurzstreckigen Gefäßengstellen und -verschlüssen der Oberschenkel- und Kniegelenksarterien beträgt die unmittelbare Erfolgsrate 70 bis 80 Prozent bei einem Langzeiterfolg von etwa 60 bis 70 Prozent. Schlechtere Ergebnisse finden sich aufgrund der geringen Gefäßdurchmesser bei Erkrankungen der Unterschenkelarterien.
 

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