Zuweisende Ärzte

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Herz- und Thoraxchirurgie / Zuweisende Ärzte / Die Erkrankung der Herzkranzgefäße

Die Erkrankung der Herzkranzgefäße

(Die koronare Herzkrankheit)

Definition und Entstehung

Unter koronarer Herzkranheit versteht man eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronararterien), die zu einer Einengung des Gefäßes führt. Dies kann eine Störung der Durchblutung des Herzmuskels zur Folge haben. Einengungen unter 50 Prozent des Gefäßinnendurchmessers gehen normalerweise nicht mit Beschwerden einher. Höhergradige Einengungen führen zu einer Störung der Durchblutung des Herzmuskels, der seinen Blutbedarf dadurch nicht mehr ausreichend decken kann.

Der koronaren Herzerkrankung liegt eine Wucherung der Herzkranzgefäße zugrunde. Charakteristischerweise beginnt dieser Prozess schleichend, oft unregelmäßig auf verschiedene Herzkranzgefäße verteilt. Die Erkrankung nimmt ihren Ausgang an der Innenhaut der Gefäße. Zunächst bilden sich bei der sogenannten Koronararteriosklerose fleckförmige Erhöhungen (Plaques), in die sich später Kalk und Fette einlagern können. Schließlich kann die Gefäßwand aufbrechen, wodurch ein Geschwür in dem Gefäß entsteht. Auf diese Geschwüre lagern sich häufig Blutgerinnsel auf. Dieser gesamte Prozess führt zu einer zunehmenden Einengung des Gefäßinnendurchmessers, und kann schließlich zu einem kompletten Verschluss des Herzkranzgefäßes führen.

Die Ursachen der koronaren Herzkranheit (KHK) sind noch immer weitgehend unbekannt. Eine Vererbung ist wahrscheinlich. Falls Eltern und Geschwister von einer KHK betroffen waren oder sind, so sollte man dies als ein Alarmsignal auffassen und alle denkbaren Risikofaktoren ausschalten. Die Hauptkomplikationen der KHK sind Herzinfarkt und plötzlicher Herztod. Die Hauptrisikofaktoren der KHK sind:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Blutfetterhöhung
  • Zuckerkrankheit
  • Bewegungsmangel
  • Stress
  • Gicht

Liegen mehrere dieser Risikofaktoren vor, so ist es wesentlich wahrscheinlicher, früher und auch schwerer an einer KHK zu erkranken.

Beschwerden und Komplikationen
Eine Minderdurchblutung des Herzens wird durch eine Einengung der Herzkranzgefäße von über 50 Prozent des Gefäßdurchmessers verursacht. Unter Ruhebedingungen reicht die Blutmenge, welche die Herzkranzgefäße durchströmt gerade aus, um den Herzmuskel ausreichend mit Blut zu versorgen. Bei körperlicher Belastung und psychischem Stress braucht der Herzmuskel jedoch mehr Blut, als die eingeengten Gefäße liefern können.

Diese Minderversorgung des Herzens mit Blut führt meist zu typischen Beschwerden, der Angina pectoris. Schmerzen im Brustbereich, Brustengegefühl und Luftnot sind die Anzeichen einer Angina pectoris. Häufig strahlen die Brustschmerzen in den linken Arm, in die Kieferregion oder in den Bauch aus. Sogenannte Nitropräparate lindern diese Beschwerden meist rasch. Hochgradige Einengungen der Herzkranzgefäße können selbst in Ruhe Beschwerden verursachen.

Ein plötzlicher vollständiger Verschluss eines Herzkranzgefäßes führt zu einem Absterben des Herzmuskelgebietes, welches durch das Gefäß versorgt wurde. Das Herz wird von einer rechten und einer linken Herzkranzarterie mit Blut versorgt. Beide Arterien entspringen aus der Körperhauptschlagader. Die linke Arterie teilt sich unmittelbar nach ihrem Abgang aus der Hauptschlagader in eine Vorderwand- und eine Hinterwandarterie auf. Die Herzkranzgefäße laufen außen auf dem Herzmuskel entlang, bevor sie sich zwischen den Muskelpartien verzweigen. Je näher ein Verschluss eines Herzkranzgefäßes an dessen Abgang aus der Hauptschlagader liegt, desto größer ist der Infarktbezirk.

Behandlungsmöglichkeiten
Prinzipiell gibt es vier Behandlungswege: